radonmessung
Beate Limbacher

Radonkonzentration in Passivhäusern

Das Bundesamt für Strahlenschutz hatte angefragt, ob wir an einer Studie zur Konzentration von Radon in Wohngebäuden teilnehmen möchten. Radon ist ein natürliches Radionuklid und kommt vermehrt in Gebieten mit hohem Uran- und Thoriumgehalt im Boden sowie in Baumaterialien vor. Natürliches Vorkommen hin oder her – so ganz ohne ist Radon nicht und „nach Rauchen der zweithäufigste Verursacher von Lungenkrebs“, heißt es im Infoblatt des Bundesamtes.

Die interessante Frage ist nun, ob Passivhäuser mit ihrer luftdichten Gebäudehülle und ihrem Lüftungskonzept bezüglich der Radonkonzentration anders (besser?) abschneiden als andere Haustypen. Am höchsten ist die Radon-Konzentration gemeinhin im Keller: „Ist das Haus gegenüber dem Baugrund auch nur geringfügig undicht, wirkt es wie ein Kamin. Bereits bei einem geringen Unterdruck im Gebäude kann die radonhaltige Bodenluft aus einem Umkreis von bis zu 20 m „angesaugt“ werden“. Ein Grund mehr, bei der Studie mitzumachen.

Die vier Exposimeter, die das BfS zur Messung des Radons geschickt hat, sehen in ihrer silbernen Umverpackung ziemlich „spacig“ aus. Jemand hat daran gedacht, sie wie kleine Mondlandefähren aussehen zu lassen. Sie müssen an vier verschiedenen Orten (u.a. Wohnraum, Schlafraum, darunterliegender Keller) aufgestellt werden. Nach einem Jahr – hoffentlich erinnern wir uns dann noch, wozu die Teile gedacht waren – werden sie zusammen mit Begleitzetteln an das Bundesamt zur Auswertung zurückgeschickt.