Beate Limbacher

Auf Stelzen – Wohnen am Mekong

Unterwegs auf Reisen ist es immer wieder spannend zu sehen, wie das Konzept des Reihenhauses anderswo umgesetzt wird – und den natürlichen Gegebenheiten anpasst. Entlang des Mekong in Kambodscha und Vietnam baut man Wohnhäuser auf Stelzen, um sich vor den Folgen des Hochwassers zu schützen. Die allgegenwärtige „Honda“ wird dann im Wohnraum abgestellt und das Boot übernimmt die Rolle des Transportmittels. In besseren Vierteln stehen die Häuser auf Betonpfeilern (ansonsten auf statisch recht kühnen Bambus-Konstruktionen), selbst in höheren Lagen, wo mit Hochwasser eigentlich nicht zu rechnen ist.

Eine alternative bauliche Lösung im Mekong-Delta sind schwimmende Häuser wie sie bei Kampong Chhnang zu finden sind. In Chau Doc haben viele direkt unter ihrem Haus eine Reuse, in der Fische gefangen bzw. gezüchtet werden wie der Pangasius.

In den Städten sind die einzelnen Wohneinheiten oft sehr schmal – jeder will Zugang zur Straße haben, um vor dem Haus ein kleines Lädchen setzen zu können. Dafür sind die Bauten recht tief – nach hinten ist meist mehr Platz vorhanden.